Traueranzeige

Karoline Appl

verstorben 08. Februar 2024

Verabschiedung

22. Februar 14 Uhr in der Pfarrkirche

Traueranzeige

Karoline Appl

verstorben 08. Februar 2024

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12 Kondolenzbuch-Einträge
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Beate Brunner
Beate Brunner

In stiller Anteilnahme !

Annemarie und Sigi Zauner
Annemarie und Sigi Zauner

Du bist nicht von, sondern vor uns gegangen. In herzlicher Anteilnahme Annemarie und Sigi

Ingrid und Wolfgang Reich
Ingrid und Wolfgang Reich

Wenn die Kraft zu Ende geht, ist Erlösung Gnade. Unsere aufrichtige Anteilnahme der ganzen Familie.

Franz und Traudi Graßer
Franz und Traudi Graßer

Unser aufrichtiges Beileid von Traudi und Franz

Hutterberger
Hutterberger

Unsere herzliche Anteilnahme

Elke, Oliver und Michael Bauer
Elke, Oliver und Michael Bauer

Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit, Der Tod ist nur die Wende, Beginn der Ewigkeit.“ Unser herzliches Beileid, Elke Oliver und Michael

Andrea Hutterberger
Andrea Hutterberger

Meine aufrichtige Anteilnahme

Brigitte und Arnold Auracher
Brigitte und Arnold Auracher

Unser aufrichtiges Beileid

Stefan Zauner
Stefan Zauner

Unser herzliches Beileid! Stefan, Anna und Aurora

Harald Hutterberger
Harald Hutterberger

mein aufrichtiges Beileid und Anteilnahme

Siegmund Appl
Siegmund Appl

Trotz ALLEM. Karoline ich danke dir was du in unseren 59 Ehejahren, einschließlich meiner so unregelmäßigen Dienstzeit für mich – für uns getan hast.

Siegmund Hermann Appl
Siegmund Hermann Appl

Mama, jetzt kann ich nichts mehr mit Dir klären, nichts mehr mit Dir besprechen, nichts mehr von Dir erfahren. 2 Wochen vor dem Begräbnis war für mich alles wie immer. Dann kam die Nachricht, dass Du im Krankenhaus seiest und unklar ist, wie lange Du noch leben wirst … Du möchtest gehen, es sei genug. Ja, genug. Das verstehe ich. Dein Vater kam in schon sehr jungen Jahren aus dem polnischen Teil von Galizien nach Österreich. Ohne Eltern. Heute weiß ich, er erlebte durch das Weggerissen-Werden von seiner Familie eine traumatische Erfahrung. In der Psychologie wissen wir, dass sich solche Traumata von einer Generation zur nächsten oder sogar übernächsten weitertragen. Das Leben Deines Vaters und Deiner Mutter war geprägt von harter Arbeit, insbesondere am kleinen Bauernhof, jenem Bauernhof, der mir in meiner Kindheit auch immer wieder mal – alleine oder gemeinsam mit meinen Cousins Joe und Willi – einen Abenteuerspielplatz bot. Dir hat die harte Arbeit Deiner Eltern ein Grundstück gebracht, auf dem heute mein Elternhaus steht. Ich wurde mitten in der Zeit des Hausbauens geboren. Auf Fotos aus meiner Kindheit sehe ich Dich niemals lachen. Du hattest Deinerseits bereits eine arbeitsreiche und wohl auch emotional schwere Kindheit. Obwohl Du selbst noch ein Kind warst, hast Du z.B. als heranwachsende Frau bereits die Rolle der Ersatzmutter für Deine Nichte auferlegt bekommen, wie Du mir vor vielen Jahren erzähltest. Von 6 Kindern, die Ihr in Deiner Familie wart bzw. gewesen wäret, sind Dir 1941, 1949, 1975 und 1987 bereits 4 in noch jungen Jahren in den Tod vorausgegangen. 1980 musstest Du im Alter von 38 Jahren Deinen Vater und 1987 im Alter von 45 Jahren Deine Mutter verabschieden. Auch das hat etwas mit Dir und Deinen Gefühlen/Deinem Herzen gemacht. Heute verstehe ich die Schwere, die Du in Deinem Leben erlebt hast. Jedoch: In all den Jahren meiner Volksschulzeit, war da ein warmes Essen am Tisch, wenn ich nach Hause kam. Zu jener Zeit hatten unsere Lebensmittel noch mehr Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Als ich noch ein kleines Kind und Volksschulkind war, hast Du mir dennoch zusätzlich bereits Sanostol gegeben. Weil Du meintest, das sei wichtig und hilfreich. Recht gehabt hast Du! Als ich als Kleinkind als Folge eines Unfalls zu stottern begonnen hatte, bist Du mit mir regelmäßig zu einer Logopädin nach Linz auf die Gebietskrankenkasse gefahren, um das Stottern wieder weg zu bekommen. Heute i-i-i-ist d-d-das w-w-w-w-weg. *lach* Während meiner Zeit in der Volksschule kam gerade die Mengenlehre auf. Weil Du das selbst nicht in der Schule gehabt hattest, hast Du extra einen Kurs besucht, um mir beim Lernen helfen zu können. In der 3. Klasse Volksschule wechselte der Klassenlehrer hin zum damaligen Direktor Mayerwöger. Bei einer Deutschaufgabe sollte ich „backen“ in verschiedene Zeiten bringen und schrieb backen-buk-gebacken. Der Direktor korrigierte das und meinte, dass es backen-backte-gebacken heißen muss und zeichnete mir dies als Fehler an. Da warst Du für mich wehrhaft, gingst in die Schule und hast ihn darauf hingewiesen, dass er irrt. Ich bekam eine bessere Note. Deinen gelernten Beruf als Schneiderin hast Du über viele Jahre nebenbei ausgeübt. Als Du Ende der 1970er-Jahre das Angebot hattest, beim damals großen Kleiderhaus Steinadler in Linz nicht nur als Aushilfsschneiderin um ein Taschengeld zu arbeiten, sondern als Schneiderin besser bezahlt angestellt zu werden, hast Du das aus damaligen steuerlichen Gründen nicht angenommen. Die eine Folge war, dass Du nie Dein eigenes Einkommen hattest und die Andere, dass Du schon gar keine eigene Pension hattest. Diese finanzielle Abhängigkeit teiltest Du mit vielen Frauen … bis heute. Das Positive an Deiner Schneiderei-Kompetenz war, dass ich als Kind immer eine anständige Kleidung hatte. Wie wertvoll für Dich Kleidung war, hat mir manchmal den Spaß am Kind-Sein verdorben. *LACH* Gleichzeitig gehe ich dadurch seit Jahrzehnten mit meinem Gewand achtsam um. Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Durch Dich lebe ich diese Nachhaltigkeit in diesem Bereich schon seit einer Zeit, wo davon noch lange keine Rede war. Ich mag Dich heute würdigen. Ich würdige Dich heute und auf diese Weise hier. Ich würdige Dich dafür, dass es ohne Deine Eltern, ohne Dich nicht möglich gewesen wäre, dass Du und Dein Mann/mein Vater Haus-baut. Ich würdige Dich dafür, dass Du bei uns Kindern zuhause geblieben bist. Ich würdige Dich dafür, dass Du Dich viele Jahre und häufig allein (Vater war ja sehr engagiert im Dienst oder politisch oder mit der Musik eingedeckt) um uns Kinder, um das Haus, um die Wäsche, um den Garten, um den Einkauf, um das Essen gekümmert hast. Von meinem Vater habe ich mein Kämpfertum, meine hohen sozialen Werte, meine Unangepasstheit und vieles andere Gute mitbekommen, mitgenommen. So ist es ihm zu verdanken, dass in der Volksschule eine kostenlose augenärztliche Überprüfung eingeführt wurde und somit bei mir in der 2. Klasse Volksschule festgestellt wurde, dass ich kurzsichtig bin. Mein Vater, der durch viele viele Überstunden dafür sorgte, dass es Dir und uns als Kinder letztlich nie wirklich an etwas mangelte. Gemeinsam habt Ihr Euer Bestes versucht, dass wir Kinder es im Leben „einmal leichter haben“. Die wenigsten Kindheiten sind „nur rosig, wild und wunderbar“. Was da auch immer in meinen jungen Lebensjahren an Erfahrungen war, dadurch habe ich unter anderem Einfühlungsvermögen und Mitgefühl gelernt, trainiert. Das hilft mir heute in meinen psychosozialen Beratungen sehr weiter. Im Laufe meiner vor allem letzten 12 Lebens-Jahre habe ich vieles über Menschen und Beziehung gelernt. Du warst ein sehr emotionaler Mensch. Aufgrund meiner Aus- und Fortbildungen und aus meinem eigenen Leben heraus weiß ich: Alles in der Natur braucht und schafft letztlich einen Ausgleich. Die Frage, die wir uns alle immer wieder stellen dürfen, ist: Was war zuerst. Der Ausgleich oder die Ursache des Ausgleiches? Das „böse Wort“ oder die empfundene emotionale Verletzung? Die Henne oder das Ei? Durch all Deine eigenen Wunden, durch viel Schwere in Deinem Leben entstand bei vielen Menschen ein leider sehr einseitiges Bild von Dir. Das weiß ich heute. • Du warst nie politisch tätig. • Du hast – im Gegensatz zu anderen Menschen – nie gelernt, einen Schein um Dich herum aufzubauen, Dich selbst gut darzustellen. • Das Wertvolle, das Gute in Dir trat dadurch bei vielen Menschen in den Hintergrund … und über die Jahre wurdest Du mehr und mehr zu einer verletzten, einsamen Frau, die auch andere Menschen verletzt. 3 Dinge im Leben kommen niemals zurück: 1. Eine verpasste Gelegenheit. 2. Der abgeschossene Pfeil. 3. Und: Die Worte, die wir sagen. Du hast mir gezeigt, wie sehr es uns allen möglich ist, durch Worte zu verletzen. – Mann und Frau können durch Worte einander in der Beziehung verletzen. – Eltern können durch Worte ihre Kinder verletzen. – Kinder können durch Worte ihre Eltern verletzen. – Und und und … . Und diese Worte stecken bei vielen von uns sehr, sehr tief in der Seele. Manche Menschen leiden ein ganzes Leben darunter. Ich wünsche mir, dass es uns allen künftig sehr viel besser als bisher gelingt, miteinander besonders auch in Worten nährend, stärkend, aufrichtig und wahrhaftig, gleichzeitig ehrlich mitfühlend umzugehen. Mama, ich bin Dein Sohn. Ich wuchs 9 Monate in Deinem Schoß heran, an jenem einzigartigen und in der Welt viel zuwenig wertgeschätzten Ort des Wunders, den nur eine Frau hat, um einem neuen Wunder = neuem Leben eine Chance zu geben, hier in dieser Welt * seine Einzigartigkeit zu finden, * seinen Platz einzunehmen, * sein Leben bestmöglich zu leben zum persönlichen Wohl, zum Wohl der Menschen, zum Wohl von Mutter Erde und letztlich auch für ein Höheres Wohl. Mama, ich sage DANKE für alle Erfahrungen, die ich mit Dir und durch Dich gemacht habe. Ich wünsche Dir, dass jetzt alle Last Deines Lebens, alle Schwere Deiner Seele von Dir abgefallen ist und Du in Leichtigkeit wieder mit Deinen Geschwistern, mit Deinen Eltern, mit allen Deinen Ahnen vereint bist. Vereint mit allen Seelen. Vereint im Licht. Vereint im Reich Gottes. Der Friede Gottes sei mit Dir – und in mir, in uns allen, egal, an welchen Gott wir glauben. Ich sage Dir ein „herzliches Vergelt’s-Gott“, „pfiat Di“ und ein liebevolles „Atma Namasté“.

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